DiversitĂ€tssensibles und barrierefreies Lehren an der HSRW – Ein Interview mit Prof. Dr. Greveler

Von den anhaltenden kulturellen und medialen VerĂ€nderungen ist auch die Hochschule als Bildungsinstitution sowie das Lehren und Lernen generell herausgefordert. In dem Feld einer diversitĂ€tssensiblen Lehre im digitalen Zeitalter nimmt die Hochschule Rhein-Waal zunehmend eine Vorreiterrolle rein. So sind in den letzten Monaten zentrale Werke zum diversitĂ€tssensiblen E-Learning (E-Inclusion – DiversitĂ€tssensibler Einsatz digitaler Medien) sowie zur diversitĂ€tssensiblen Lehre erschienen (Praxishandbuch HabitussensibilitĂ€t und DiversitĂ€t in der Hochschullehre), bei denen Frau Heidkamp-Kergel vom E-Learning Zentrum als Mitherausgeberin sowie als Autorin mitgewirkt hat. Zudem hat die Hochschule Rhein-Waal eine zeitgemĂ€ĂŸe DiversitĂ€tsstrategie erarbeitet. Über diesen Prozess haben jĂŒngst Tammy Brandenberg und Prof. Dr. Hauck den Artikel “Diversity und Change-Management – Auf dem Weg zu einer hochschulischen Diversity-Strategie” publiziert. Zudem arbeitet Prof. Dr. Greveler an der Realisierung einer barrierefreien Lehre.

HierfĂŒr war Prof. Dr. Greveler so freundlich, uns ein Interview zu geben, dass Sie nun hier finden:  

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DiversitÀtssensibler Einsatz digitaler Medien

Digitalisierung und kulturelle Transformationen sind zentrale gesellschaftliche Herausforderungen, mit denen sich auch die Hochschule Rhein-Waal als internationaler, innovativer hochschulischer Bildungsraum auseinanderzusetzen hat. Passend dazu ist soeben das Buch „E-Inclusion – DiversitĂ€tssensibler Einsatz digitaler Medien. Überlegungen zu einer bildungstheoretisch fundierten MedienpĂ€dagogik“ beim wbv Verlag erschienen.
Im Rahmen dieses Buches, welches von Birte Heidkamp (E-Learning Zentrum) zusammen mit David Kergel verfasst worden ist, werden diese Herausforderungen aus medienpÀdagogischer Perspektive thematisiert.

Aus der Buchbeschreibung:

Das Autorenteam formuliert eine Theorie zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien. Ziel ist ein gleichberechtigter Zugang fĂŒr alle Mediennutzenden, unabhĂ€ngig von deren Medienerfahrung, -kompetenz oder Lebenshintergrund. Auf dieser Grundlage formulieren Autorin und Autor zwei QualitĂ€tsmerkmale fĂŒr eine bildungsorientierte Mediendidaktik: Die explorative Neugier durch Umgang mit Medien ĂŒber Medien fördern und Medien dem eigenen Erkenntnisinteresse gemĂ€ĂŸ einsetzen. Der Ansatz “E-Inclusion” soll zu einem produktiven Fachdiskurs der MedienpĂ€dagogik aus bildungs- und diversitĂ€tssensibler Perspektive beitragen. Der Band richtet sich an MedienpĂ€dagog*innen, Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen sowie an alle, die sich mit dem Thema Digitalisierung in pĂ€dagogischen Kontexten beschĂ€ftigen.

Literaturtipp “Handbuch Mobile Learning”

Hiermit möchten wir Sie auf eine interessante Neuerscheinung hinweisen:
Soeben ist das von Claudia de WItt und Christina Gloerfeld herausgegebene “Handbuch Mobile Learning” erschienen. Im Rahmen der zunehmenden UbiquitĂ€t digitaler Medien und der Verbreitung des mobilen Internets werden Fragen nach angemessenen Didaktisierungsstrategien fĂŒr ein zeitgemĂ€ĂŸes ‘mobiles Lehren und Lernen mit digitalen Medien’ immer relevanter. Das Handbuch leistet einen wichtigen und zentralen Beitrag und hat das Potenzial, sich als Standardwerk zu etablieren.

Birte Heidkamp vom E-Learning Zentrum hat zusammen mit David Kergel einen Beitrag mit dem Titel “Forschendes Lernen mit digitalen Medien im Kontext des Mobile Learning” veröffentlicht.

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Ausschreibung “Fellowships fĂŒr Innovationen in der digitalen Hochschullehre” 2018

Am 9. April 2018 fand an der Hochschule Rhein-Waal der Workshop “Antragsschreiben fĂŒr Fellowships” statt. Frau Jorzik vom Stifterverband hat den Workshop geleitet und u.a. neben der ErlĂ€uterung der wichtigsten Kriterien bei der Beurteilung des Antrags auch auf typische Stolperfallen hingewiesen. Am nachmittag haben auch Herr Prof. Dr. Hartanto (Fellow 2017) und Herr Prof. Dr. Fensterle (Fellow 2016) ihr Erfahrungswissen geteilt.
Die „Fellowships fĂŒr Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ werden im Rahmen der gemeinsamen Programmlinie des Ministeriums fĂŒr Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und des Stifterverbandes noch 2019 und 2010 ausgeschrieben.
Die Ausschreibung fĂŒr 2018 ist bereits Online und können Sie unter folgendem Link finden: https://www.stifterverband.org/digital-lehrfellows-nrw
Wir möchten Sie herzlich dazu einladen, sich mit einem innovativen Lehr-/Lernprojekt um ein Fellowship zu bewerben. Da im Rahmen des Programms mehrere AntrĂ€ge gefördert werden können, freuen wir uns ĂŒber ein reges Interesse Ihrerseits.

Sollte die Ausschreibung Ihr Interesse geweckt haben, so wĂŒrden wir Sie bitten, zunĂ€chst Ihre formlose Interessenbekundung bis einschließlich 02. Mai 2018 an Frau Birte Heidkamp (birte.heidkamp@hochschule-rhein-waal.de) zu senden.

Das E-Learning Zentrum nimmt dann mit Ihnen Kontakt auf, um Sie bei Bedarf bei Ihrem Vorhaben zu beraten. Bei dem Antragsprozess (Verfassens des Antrags, Kostenkalkulation etc.) wird Sie das ZFIT gerne unterstĂŒtzen.
Die hochschulinterne Abgabefrist ist der 13. Juni 2018.

Wir möchten Sie bitten auch Ihre AntrĂ€ge an Birte Heidkamp zu senden. Sie erhalten daraufhin ein zeitnahes inhaltliches Review zu Ihrem Antrag mit anschließender einwöchige Überarbeitungszeit.

Erfahrungsinterview mit Prof. Dr. Niechoj zum Pilotprojekt „Moodle-basierte Selbstlerneinheit mit interaktiven Elementen”

Im Rahmen des Pilotprojektes, welches das E-Learning Zentrum zusammen mit Prof. Dr. Niechoj zwischen Sommersemester 2017 und Wintersemester 2017/18 durchgefĂŒhrt hat, teilt Herr Prof. Dr. Torsten Niechoj in einem Interview seine Erfahrungen. Im Erfahrungsinterview stellt Prof. Dr. Niechoj dar, wie er in seiner Lehrveranstaltung „BA Workshop Scientific Writing“ eine Moodle-basierte Selbstlerneinheit mit interaktiven Elementen implementiert hat. Das Interview finden Sie hier.

„Rent an Experiment” – Prof. Dr. Hartanto erhĂ€lt Fellowship-Förderung

In der zweiten Ausschreibungsrunde der gemeinsamen Programmlinie des Ministeriums fĂŒr Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und des Stifterverbandes wird das Projekt „Rent an Experiment – Ein Software-Framework zu internetbasierten Laborpraktika“ von Herrn Prof. Dr. Ronny Hantanto, Professor fĂŒr Technische Informatik (FakultĂ€t Technologie und Bionik) gefördert.

Im Rahmen des Fellowships werden neue, innovative Wege zur Vermittlung von Laborversuchen durch Streamen von realen Experimenten entwickelt. Studierenden soll ermöglicht werden, internetbasierte Laborversuche eigenstĂ€ndig von zu Hause aus durchzufĂŒhren und somit unabhĂ€ngig von Ort und Zeit reale Laborversuche auszufĂŒhren. Zur UnterstĂŒtzung des Lerneffektes soll zu jedem Versuchsaufbau ein direktes Video-Feedback gegeben werden. FĂŒr die Teilnahme an solchen digitalen Laborversuchen wird lediglich ein aktueller Webbrowser benötigt.

Bei der vorgesehenen Systemintegration inkl. Anbindung an Moodle steht das E-Learning Zentrum als strategischer Partner beratend zur Seite.

Kurz vorgestellt: Constructive Alignment

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Das Constructive Alignment stellt einen zentralen Ansatz dar, um hochschuldidaktische Planungen zu systematisieren. Im Sinne einer ‘konstruktiven Abstimmung’ geht es darum, Lehr-/Lernformen, PrĂŒfungsformen und Lernziele gezielt aufeinander zu beziehen.

Wenn beispielsweise Studierende in einer Lehrveranstaltung laut Modulbeschreibung methodische Kompetenzen trainieren sollen und Studierende in der Lehrveranstaltung handlungs- und produktionsorientiert Lernen (z.B. in dem sie im Sinne des forschenden Lernens selbststĂ€ndig Daten erheben), wĂ€re es aus didaktischer Perspektive nicht sinnvoll, eine Klausur als PrĂŒfungsform durchzufĂŒhren. Viel eher könnte ein Forschungsbericht eine sinnvolle PrĂŒfungsform darstellen. GemĂ€ĂŸ dem Constructive Alignment besteht die hochschuldidaktische Herausforderung darin, Lernumgebungen zu konzipieren, in der die eingesetzten Methoden und PrĂŒfungsformen die intendierten Lernergebnisse/Kompetenzen hervorbringen bzw. ermitteln. Entscheidend fĂŒr die didaktische Planung ist es folglich, dass zu Beginn einer Lehrveranstaltung das Lehr-/Lernziel klar definiert ist.

Generell lÀsst sich das Modell Constructive Alignment als hochschuldidaktische Systematisierungsstrategie auf der Ebene der Planung einer Lehrveranstaltung als auch auf der Ebene der Konzeptionierung von Modulen und ganzen StudiengÀngen einsetzen.

Literaturtipp: Biggs, J. (1996). Enhancing teaching through constructive alignment. Higher Education 32, 147-364.

The Digital Turn in Higher Education

Im November ist der internationale Sammelband “The Digital Turn in Higher Education – International Perspectives on Learning and Teaching in a Changing World” bei VS Springer erschienen, welcher von Birte Heidkamp mit herausgegeben wurde.


Aus einer multidisziplinĂ€ren Perspektive auf Hochschulbildung werden erkenntnistheoretische, ethische und theoretische AnsĂ€tze diskutiert und internationale Best-Practice-Beispiele mit unterschiedlichen Lernstrategien prĂ€sentiert. Das Buch kann als Ergebnis internationaler und interdisziplinĂ€rer Forschung verstanden werden, das heuristische Strategien fĂŒr den Umgang mit der Digitalisierung der Hochschulbildung in Theorie und Praxis bietet und stellt ein Arbeitsergebnis der internationalen Forschungsgruppe Learning Cultures Network dar.

Das E-Learning Zentrum zu Gast in der Kinderuni

Am 21.06.2016 hat Birte Heidkamp vom E-Learning Zentrum der Hochschule Rhein-Waal zusammen mit Dr. David Kergel von der HAWK Hildesheim eine im Rahmen der Kinderuni eine Vorlesung gegeben. Das Thema der Vorlesung lautete “Unterwegs mit dem Internet. Was in der digitalen Welt schon möglich ist und wohin wir mit dem Internet reisen können!”. Zu Gast waren auch SchĂŒlerinnen und SchĂŒler des Konrad-Duden-Gymnasiums in Wesel. Wie Sie die Vorlesung fanden und was Sie gelernt haben, lĂ€sst sich hier nachlesen.