Tipps zur Strukturierung eines Moodle-Kurses

Um eine Lehrveranstaltung in Moodle abzubilden empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Schreiben Sie oben quasi im virtuellen „Eingangsbereich“ von Moodle alle wichtigen Informationen. Das sind in der Regel:

  • Zugangsvoraussetzungen zur Lehrveranstaltung
  • Aufbau und Struktur der Lehrveranstaltung – inklusiver zeitlicher Grobplanung.
  • Kompetenzziele, welche die Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltungen erreichen sollen.
  • Kontaktmöglichkeiten.

Bilden Sie den Verlauf der Veranstaltungen ab. Hierfür können Sie auf die Untergliederung „Themen“ nutzen, die Moodle anbietet. Jedes Thema sollte dabei eine Sitzung sein.

Sie können auch wie bei einer Präsenzveranstaltung die Daten reinschreiben:

  • In den Wochen ABC werden Online-Aufgaben 123 bearbeitet.
  • In den Wochen DEF werden Online-Aufgaben 456 bearbeitet.
  • In den Wochen GHI werden Online-Aufgaben 789 bearbeitet.

In der jeweiligen Woche sollten Sie kurz erläutern, welche Inhalte in dieser Woche thematisiert werden und wie diese Inhalte auf den vorangegangenen Inhalten aufbauen. Derart wird der Erkenntnisfortschritt für die Studierenden transparent und es ist ein ‚roter Faden‘ der Lehrveranstaltung sichtbar.

Auf die Kurzbeschreibung der Lerninhalte sollte die konkrete Aufgabenstellung erfolgen. Es empfiehlt sich, die Aufgaben in Gruppen bearbeiten zu lassen. Pro Gruppe sollte ein Gruppensprecher bestimmt werden. Der Gruppensprecher steht mit Ihnen in Kontakt. Durch diese Form der Organisation reduziert sich der Betreuungsschlüssel massiv: Fragen sollen in den Gruppen gesammelt und über den Gruppensprecher an Sie kommuniziert werden.

Bestimmen Sie einen Zeitpunkt, zu dem die Lernaufgaben abgegeben werden sollen. Hier empfiehlt sich immer mit einem ‚Drei-Tage-Puffer‘ zu arbeiten: Wenn Sie beispielsweise die studentischen Arbeitsergebnisse am Donnerstag benötigen, um diese in Moodle für den nächsten Arbeitsschritt hochzuladen (z.B. wenn die Arbeitsergebnisse von den anderen Gruppen begutachtet werden sollen), sollte der Montag als Deadline angegeben werden.  Erfahrungsgemäß gibt es mindestens eine Gruppe, die die Deadline überzieht. Durch den ‚Drei-Tage-Puffer‘ vermeiden Sie in Unpässlichkeiten zu kommen. 

Für die Abgabe von Aufgaben können Sie entweder die ‚Aufgaben‘-Aktivität nutzen oder Sie fordern die Studierenden auf, dass die Gruppensprecher die Arbeitsergebnisse per Mail senden.

Am Ende einer jeden Online-Sitzung können Sie noch weiterführende Lernmaterialien verlinken, z.B. über die Moodle-Aktivität Datei.

Es empfiehlt sich auch ein Thema zu Prüfungsleistungen anzulegen und die Anforderungen so genau wie möglich zu formulieren.

Um trotz räumlicher Distanz eine enge Betreuung zu gewährleisten, können Sie Online-Sprechstunden einrichten. So können Sie über die Moodle-Aktivität Chat zu einem bestimmten Zeitpunkt mit den Studierenden kommunizieren, beispielsweise während des Zeitraums, den Sie für die Präsenzphase eingeplant haben.

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