Moodle Aktivität Test im didaktischen Einsatz

Die Onlinelehre lebt von einer fortlaufenden aktiven Einbindung der Studierenden. Hierfür eignen sich Tests. Mit Test können die Studierenden ihren Lernstand erfassen. Es empfiehlt sich Test regelmäßig einzusetzen und damit die Dynamik des Lernprozesses zu begleiten. Hierfür stellt die Moodle Aktivität Test verschiedene Fragetypen zur Verfügung, die von Multiple Choice Fragen bis hin zu Kurzantwortfragen reichen.

Moodle Aktivität Forum im didaktischen Einsatz

Das Forum stellt das kommunikative Zentrum einer Lernveranstaltung dar. Zumindest potentiell, denn gerade Studierende, die sich noch nicht intensiv mit E-Learning auseinandergesetzt haben, neigen dazu, das Forum nicht zu nutzen. Um eine Moodle-Sozialisation zu leisten und die Studierenden an die Onlinekommunikation heranzuführen, kann es helfen, als erste Aufgabe der Lehrveranstaltung von den Studierenden zu fordern, sich im Forum kurz vorzustellen. Erfahrungsgemäß führt diese Aufgabe zu einem ersten studentischen Austausch und wirkt so einer Vereinzelung der Studierenden entgegen (die Studierenden sitzen ohne Kontakt zur Lerngemeinschaft zu Hause).

Moodle Aktivität H5P im didaktischen Einsatz

Mit H5P können interaktive Lerninhalte erstellt werden (die Inhalte basieren auf HTML5 verhalten sich responsiv): Es wird Wissen präsentiert, auf das Studierende durch Aufgabenstellungen reagieren können. So können Quizzes und interaktive Lernvideos mit H5P gestaltet werden. Durch die interaktiven Möglichkeiten werden Studierende dazu animiert, nicht lediglich zu konsumieren, sondern sich den Lerninhalt partizipativ anzueignen.

Moodle Aktivität Umfrage im didaktischen Einsatz

Durch die Aktivität „Umfrage“ kann schnell ein kurzes Meinungsbild zu einem bestimmten Thema erfasst werden. Ein umfangreiches Feedback sollte damit nicht erstellt werden.

Mit der Aktivität „Umfrage“ können auch Hypothesen geäußert werden: Z.B. Wenn Experiment XYZ durchgeführt wird, was glauben Sie tritt ein A oder B? Die Umfrageergebnisse können dann mit den Hypothesen abgeglichen werden.

Moodle Aktivität Wiki im didaktischen Einsatz

Einsatzszenarien

  • Im Wiki können Studierende zentrale Begriffe zu einem Thema definieren. So entsteht ein Glossar zur Veranstaltung. Durch die Begriffsarbeit setzen sich die Studierenden verstärkt mit den Inhalten auseinander.
  • Studentische Gruppenarbeitsergebnisse lassen sich auch im Wiki sammekn
  • In den Wikis können die Studierenden auch Ihre Mitschriften zu den Vortragsfolien einer Vorlesung hochladen.

Herausforderungen

Von selbst werden Wiki-Angebote von den Studierenden kaum bis gar nicht genutzt. Der Einsatz von Wikis muss durch konkrete Aufgabenstellungen mit klaren Deadlines angeleitet werden. Dabei ist das Wiki ein Prozess, es sollten immer wieder Aufgaben gestellt werden, damit das Wiki mit ‚Leben gefüllt wird‘.

Online-Vorlesung leicht gemacht

Konzeptionelle Überlegung

Vorlesungen vermitteln wichtiges Sachwissen. Dieses Sachwissen wird oft vom Lehrenden kommuniziert und die Studierenden rezipieren die Inhalte. Diese ‘einseitige’ (unidirektionale) Kommunikation lässt sich niedrigschwellig mit digitalen Medien abbilden. 

Umsetzung

Vorlesungen lassen sich einfach mit einen Laptop/PC aufzeichnen. Die aufgezeichnete Datei kann dann auf Moodle online gestellt werden. Als Aufzeichnungsprogramme lassen sich Programme wie Camtasia oder Microsoft Powerpoint nutzen. Microsoft Powerpoint bietet mehrere Möglichkeiten, Aufnahmen aufzuzeichnen: 

  • Als Audio-Datei und Video-Datei (nur für Windows).
  • Als ganze Präsentation oder in einzelnen Abschnitten. 

Hier gelangen Sie zu einem Tutorial.

Der Vorteil bei dem Einsatz von Powerpoint ist die einfache Handhabung ohne großen Aufwand (z.B. schneiden des Videos). Studentische Fragen zur Vorlesung können über das Moodle Forum gestellt und beantwortet werden.

Tipps für Fortgeschrittene

  • Die Vorlesung muss auch nicht als ganzes aufgezeichnet werden. Es lassen sich kleinere thematische Einheiten aufzeichnen (Learning Bites). 
  • Wenn Sie möchten haben Sie auch die Möglichkeit, zu jeder Aufzeichnung Fragen zur Lernkontrolle zu stellen. Die Studierenden können dann die Lösungen entweder über doe Moodle-Aktivität Aufgaben einreichen oder ohne Begleitung eines Lehrenden im Moodle Forum die Fragen diskutieren. 
  • Ein weiteres didaktisches Mittel ist das One-Minute Paper: Sie können die  Studierenden bitten, bis drei Tage vor der nächsten Vorlesungen Ihnen Verständnisfragen zu senden. Auf diese Verständnisfragen können Sie dann einleitend in Ihrer nächsten Aufzeichnung eingehen. 

Online-Seminare leicht gemacht

Konzeptionelle Überlegung

Seminare leben von dem Wechselspiel zwischen Input und studentischem Beitrag. Anders als bei Vorlesungen muss in rein onlinebasierten Seminaren dieses Wechselspiel beachtet werden. Hierfür kann ein Lehr-/Lernszenario eingesetzt werden, dass zwischen Input und studentischen Beiträgen wechselt. 

Umsetzung

  • Wie bei der Vorlesung können über Microsoft Powerpoint Aufzeichnungen erstellt werden. Der Text der Powerpoint Präsentationen wird dabei um eine Audiospur angereichert (PPTmA – Powerpoint mit Audio). Hier gelangen Sie zur einem Tutorial.
  • Jede PPTmA kann mit einer Reflexionsfrage enden. Die Reflexionsfragen können über die Moodle-Aktivität Aufgabe gestellt werden. Diese Reflexionsfragen können im Forum oder über einen virtuelle Konferenzraum diskutiert werden. Um die Ergebnisse zu sichern, ist es möglich die Studierenden aufzufordern, die Antworten über die Moodle-Aktivität Aufgabe schriftlich einzureichen. So können die Studierenden die Reflexionsantworten auf Moodle hochladen. 

Eine PPTmA können ebenso Lehrende als auch Studierende erstellen. Eine solche PPTmA kann sowohl als onlinebasiertes Referat als auch als Input vom Lehrenden eingesetzt werden. Um den Arbeitsaufwand zur Durchsicht der Reflexionsantworten zu minimieren, können die Reflexionsantworten von Gruppen eingereicht werden. Das Wechselspiel zwischen Input und Auseinandersetzung mit Reflexionsfragen ermöglichen eine onlinebasierte Seminarform.

Tipps für Fortgeschrittene

Lehrende können die Studierenden auffordern, die Reflexionsantworten anderer Gruppen durchzusehen und auf die Arbeitsergebnisse der anderen Studierenden ein konstruktives Feedback geben. Hierfür empfiehlt es sich, konkrete Deadlines einzurichten, zu dem beispielsweise 

  • Gruppe A ein konstruktives Feedback auf die Reflexionsantworten von Gruppe B gibt.
  • Gruppe B gibt ein konstruktives Feedback auf die Reflexionsantworten von Gruppe C.
  • Gruppe C gibt ein konstruktives Feedback auf die Reflexionsantworten von Gruppe A. 
Diese Abbildung zeigt einen alternierenden Feedbackprozess. Hier bestand die Aufgabe darin, in Gruppenarbeit ein Essay zu verfassen (eigene Darstellung).

Durch diesen Feedbackzirkel gibt und erhält jede Gruppe ein Feedback. Dabei ist es wichtig, dass Feedbacknehmer und Feedbackgeber nicht diesselben Gruppen sind. Evaluationen haben gezeigt, dass ein solches Vorgehen den studentischen Austausch fördert sowie die intrinsische Motivation steigert. 

Um einen solchen studentischen Feedbackzirkel einzurichten wird empfohlen, 

  • jeweils einen ‘Gruppensprecher’ zu ernennen. Die Gruppensprecher senden einander die Reflexionsantworten zu und setzen die Lehrenden ins CC. 
  • Die Lehrenden müssen über jeden dieser Schritte eine Liste führen. 
  • Diese Liste kann auch in Moodle für die Studierenden hochgeladen werden. So haben die Studierenden zu jederzeit einen Überblick über den Prozess. 

Der Vorteil eines solchen ‘alternierenden Feedbackzirkels’ liegt einmal darin, dass

  • Lehrende entlastet werden, da sie nicht alle Arbeitsergebnisse der Studierenden durchsehen müssen.
  • Die Anforderung an studentische Beteiligung wird erhöht.